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Fresh X. Der Kurs

Träger

Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers und Bistum Hildesheim

Kontext: Geschichte, Vorbilder, Netzwerk

Seit den 90er Jahren entstehen in der Church of England neue kirchliche Kristallationspunkte, die unter dem Begriff »fresh expression of church« zusammengefasst werden. Diese »neuen Ausdrucksformen« wenden sich vor allem an Menschen, die innerhalb der herkömmlichen kirchlichen Strukturen kaum oder gar nicht mit dem Evangelium in den Kontakt kommen. Mit ihnen werden in ihrer jeweiligen Lebenswelt authentische Formen der Spiritualität und der Gemeinschaft entwickelt. Die Kirche präsentiert sich damit in einer willkommene Vielfalt kirchlicher Orte, einer »mixed economy«: Neben der parochialen Struktur gibt es ein Netzwerk von unterschiedlichen Gemeinschaften, die sich aufgrund vielfältiger Aspekte zusammensetzen (Milieu, Arbeitsplatz, Freizeitorte, andere Bindungen wie Kindergarten- oder Altenheimzugehörigkeit, usw.). Grundlegend für diesen Ansatz, Kirche neu zu denken, ist ein wiederentdecktes Missionsverständnis, das Kirche auf den Weg in die unterschiedlichen Lebenswelten hinein über die bestehenden Strukturen hinaus aufbrechen lässt. Die konkrete Struktur der Kirche wird von ihrer Sendung her formatiert - die Anglikaner nennen dies »mission shaped church«.

Seit 15 Jahren findet in der Church of England dazu eine Weiterbildungsmaßnahme statt, an der bislang über 3000 Personen teilgenommen haben. Sie unterstützt Menschen, die sich auf die Suche nach diesen neuen Formen von Gemeinde machen wollen. Unter dem Namen mission shaped ministry werden »Ecclesiopreneure« begleitet, die neue Ausdrucksformen ins Leben rufen.

Der ökumenische Kongress Kirche² im Februar diesen Jahres befasste sich mit dieser Thematik aus der deutschen Perspektive: Wie kann hier eine Kirche der Zukunft aussehen und was können wir von den Erfahrungen der Church of England lernen? Über 1350 Menschen teilten Ideen, Visionen und Erfahrungen und verwandelten das Convention Center in Hannover ein kleines, ökumenisches Laboratorium für die Zukunft der Kirche.

Der Kurs nimmt diese Dynamik auf: In Anlehnung an das Vorbild aus England und im Kontakt mit anderen Netzwerkpartnern will Fresh X – der Kurs eine »ökumenische Lerngemeinschaft Kirche« bilden. Gemeinsam wollen wir neue Kristallationspunkte in Landeskirche und Bistum entstehen lassen.

Die Initiatoren des Kurses sind beteiligt am runden Tisch deutschsprachiger Fresh-X Initiativen. (http://freshexpressions.de) Die von diesem runden Tisch herausgegebene Fresh-X DVD gibt mit 19 Beispielen inspirierende Einblicke in die ökumenische Praxis und zeigt, wie bunt und vielfältig Fresh expressions of church bei uns aussehen.

Inhalte

Der Kurs orientiert sich an dem englischen Vorbild »mission shaped ministry« und der Frage danach, wie eine fresh expression beginnen, wie sie gestaltet und gefördert werden kann. Er fragt nach den Grundzügen christlicher Sendung und sensibilisiert für das doppelte Hören: auf Gottes Wort und den eigenen Kontext.

Ausgangspunkte des Lernens sind unter anderem: Wahrnehmung von Kontexten, Sozialraumerkundung, Mission und Missionsverständnis, Werte, Kirche und Gemeinde, Kultur der Nachfolge, Spiritualität, Leitung, Rollen und Teambildung, Evangelium und Kultur, Vision und Berufung.

Methoden

In einer Ökumenischen Lerngemeinschaft will der Kurs neue Ausdrucksformen von Kirche ins Leben rufen. Dabei lassen sich verschiedene Herangehensweisen nutzen:

  • Gemeinsames Lernen im Café-Stil mit Gruppenaufgaben, Praxis-Transfer
  • Mit Fallbeispielen und Praktikern aus Fresh X-Projekten aus England und Deutschland
  • Biblisch-theologische Grundlagen und Analyse des eigenen Kontextes
  • Video-Clips und Kursordner für die weitere Bearbeitung und zur Multiplikation im eigenen Kontext
  • Gebet, geistliches Coaching, praktizierte Spiritualität

Bei Fragen

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