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Vom Kongress zur Bewegung

  • Veröffentlicht am: 21 March 2013
  • AutorIn: Nulluser (nicht überprüft)

Wülfinghausen – ein geistlicher Ort. Hier lebt die Communität Kloster Wülfinghausen. Und hier ist auch der Ort, an dem wir – das Team – uns einen Monat nach dem Kongress Kirche² zusammenfinden.

Gerne schauen wir zurück: auf das unglaubliche Echo, die beflügelnde Begeisterung, die kleinen und großen Macken des Kongresses – aber vor allem auf die Aufbruchsstimmung, die am Ende des Kongresses zu spüren war. Das war nämlich gelungen: euch alle mit hineinzunehmen in die Geschichte, die wir selbst als so inspirierend erfahren. Dass neue Aufbrüche möglich sind, ja dass sie schon stattfinden, und dass scheinbar viele Christinnen und Christen auf ein Aufbruchssignal gewartet haben.

Und deswegen blicken wir jetzt nicht mehr nach hinten und freuen uns, sondern nach vorne ... und freuen uns weiter. Denn aus dem Kongress ist eine Bewegung geworden.

Kirche² als Bewegung: wir tragen zusammen und entdecken miteinander, was uns bewegt und was uns in die Zukunft zieht. So entsteht eine Plattform für innovative und kreative Kirchenbauer, ein Raum, in denen Erfahrungen des Aufbruchs gesammelt, gesichtet und geteilt werden können. Ein Lernort der vielen Gesichter – ein Spiegel für die Buntheit einer mixed economy...

Viel wichtiger als Kongresse und Veranstaltungen zu planen sowie Initiativen zu vernetzen ist uns, dass diese Bewegung einen „spirit“ hat: denn was war das Besondere an unserer Erfahrung? Es war ein kleines Pfingstfest. Und nun gilt es, sich auf diesem Weg führen zu lassen. Denn wir ahnen ja, dass Kirche neu geboren werden will an vielen Orten, und das wir auf einem gemeinsamen Weg gewachsener und neuer Formen weitergehen... – und das wird sich konkret an den Orten ereignen, wo das Wort Gottes wächst, wie die Apostelgeschichte schreibt.

Kirche² ist also ein Entdeckungsweg und wir werden versuchen, den Raum dafür zu schaffen, dass alle diese Erfahrungen Gewicht bekommen und sich gegenseitig inspirieren können. So ein Raum soll auch die Website werden, die wir in den nächsten Wochen zu diesem Zweck umbauen werden.

Doch das wichtigste ist: der Fresh-X-Kurs, den wir anbieten, die nächsten Veranstaltungen, die wir planen, die virtuellen Lernplattformen, die kommen – sie wollen nur eines: die Bewegung befeuern, an deren Anfang wir stehen.

Kommentare

Wir schreiben gerade einen Osterbrief und schreiben darin>
Dann fuhren wir nach Hannover zu dem Kongress „KircheHochZwei“. Das war eine große Ermutigung! Es war ein ökumenischer Kongress vom Bistum Hildesheim und der Lutherischen Nordkirche organisiert, mit Teilnehmern aus der ganzen Welt.
Faszinierend vom Aufbruch neuer Basisgemeinden in aller Welt zu hören, weg von den Institutionen und hin zu den Menschen. Auch die Workshops zum Thema „Interkulturelle Gemeinde“ waren sehr ermutigend. Denn auch wir auf dem Bruderhof kommen ja aus vielen (immer mehr) verschiedenen Nationen und kulturellen Hintergründen. Es war mehr als ermutigend zu hören, dass die „prophetische Gemeinde“ weder multikulturell noch sonst etwas ist, sondern „Transkulturell“ – Sprache und Kultur vermischen sich, jeder gibt etwas auf um etwas neues zu gewinnen – dem können wir nur von ganzem Herzen zustim-men, auch wenn es kein einfacher Weg ist, so lohnt er sich und bringt ganz neue Freude, Begeisterung und Raum für mehr Menschen.

Vielen Dank für den Kommentar. Ich füge nur eine kleine Korrektur an: es war die Landeskirche Hannovers. Das Schöne ist aber, dass wir mit dem Kongress viele konfessionelle und kirchenpolitische Grenzen überschritten haben. Herzliche Grüße

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