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Ein Sprachkurs?

  • Veröffentlicht am: 21 May 2013
  • AutorIn: Maria Herrmann

In nicht mal mehr einem Monat findet der Info-Tag für den Fresh-X Kurs von Kirche² statt. Ich finde, es ist nun genau der richtige Zeitpunkt um darüber zu schreiben, was dieser Kurs sein kann, welche Ideen dahinter stecken und an welchen Vorbildern wir uns hierbei orientieren.  

Kirche ist seit Anbeginn vielfältig. Das eine Buch zum Beispiel, welches wir heilig nennen, besteht genau genommen aus einer Vielzahl an Büchern – besteht aus einem ersten und einem zweiten »Testament«. Diese ihrerseits setzen sich wiederum aus unterschiedlichen, auch in der Form verschiedenartigen Teilen zusammen. Um diese Schriften in ihrem Original lesen zu können muss man mehrere Sprachen sprechen (oder zumindest lesen und übersetzen) können. Und genau um diese Sprachvielfalt geht es auch im Fresh-X Kurs von Kirche². Dass Sprache immer auch etwas mit Kultur und mit Gemeinschaft zu tun hat, liegt auf der Hand. Gäbe es einen besseren Zeitpunkt als die Zeit um Pfingsten um sich über diese Aspekte Gedanken zu machen? 

Der Fresh-X Kurs will also dabei helfen, dass in Kirche neue, andere Sprachen gesprochen und verstanden werden. Ganz konkret orientieren wir uns dabei an dem mission shaped ministry Kurs der Church of England, welcher wiederum auf der Idee basiert, dass Kirche als mixed economy verstanden werden will: Eine Mischkultur aus traditionell geprägten Gemeinden, neben so genannten fresh expressions  neuen Ausdrucksformen von Kirche. Diese neuen Formen von »Kirche sein« will der Kurs unterstützen und zwar ganz konkret und praktisch. 

Doch was bedeutet das genau, wie kann man sich so einen Kurs vorstellen? Nun, zunächst wird es im Juni einen Info-Tag geben, der in die Inhalte und das Vorgehen des Kurses, aber auch nochmals tiefer in die Idee der fresh expressions of church einführt. Dazu laden wir jede(n) Interessierte(n) natürlich sehr herzlich ein, mit der Bitte sich direkt bei mir dafür anzumelden (wir benötigen einfach aus organisatorischen Gründen eine genaue Anzahl der Teilnehmenden). 

Daraufhin wird es so sein, dass im Kurs ein Jahr lang neue Formen von Kirche gestaltet, neue Sprachen erlernt werden. Es soll ein Möglichkeitsraum geschaffen werden, die Träume von Kirche zu leben, die schon in uns schlummern. Ganz konkrete Projekte sollen gestartet, ganz vielfältige Gemeinden gegründet, (und um im Bild zu bleiben) ganz neue Sprachen gesprochen werden. Diese Prozesse sollen das Jahr über im Kurs begleitet und unterstützt werden. Dass dieser Kurs zunächst auch aus inhaltlichem Austausch bestehen wird, ist nachvollziehbar. Dafür sind die sechs Wochenend-Termine gedacht (siehe Flyer). Dazu wird es aber auch regionale Vernetzungsmöglichkeiten geben, eine Art Mentorenprogramm ist vorgesehen und weitere Handgriffe für die Nachhaltigkeit dieser initiierten Projekte werden eingeleitet. 

Wie so eine Initiative aussehen könnte, die während eines solchen Kurses entsteht, kann man an Videobeispielen nachvollziehen: Zum einen gibt es eine DVD, hier dazu ein kleines Intro-Video. Auch auf den Seiten des Bistums Hildesheim findet sich eine Auswahl an Videos verschiedener Fresh-Expressions

Das also ist für den Kurs ab Sommer geplant. Und ich bin neugierig, was da an Sprachgewirr auf uns zukommen wird. Welche Sprache würden Sie / würdest du gerne in Kirche sprechen? 

 

Ganz ähnliche Initiativen, mit denen wir auch vernetzt sind, finden sich übrigens auch im süddeutschen Raum. Mehr Informationen finden sich hier. Für Fragen zum Kurs bin ich natürlich per Mail oder hier in den Kommentaren erreichbar. 

Orientierung: 

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